Berichterstattung zum Thema: „Kita verbietet Indianerkostüme“

Fasching vorurteilsbewusst feiern

Eine Hamburger Kita, die nach dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung arbeitet, hat Eltern zu Fasching darum gebeten, auf stereotype Verkleidungen zu verzichten. Am 05.03. berichtete die Hamburger Morgenpost darüber, zahlreiche Medien griffen den Beitrag auf.

Als Quelle des Übels wurde eine Broschüre der Fachstelle Kinderwelten des ISTA von 2016 ausgemacht – diese wurde aber offenbar kaum gelesen. Die feindselige und unsachliche Berichterstattung in diesem Zusammenhang bewegt uns, zu diesem Thema deutlich Stellung zu beziehen und und für einen differenzierten Diskurs zu plädieren.

Die Fachstelle Kinderwelten trägt im Bereich der frühkindlichen Bildung mit dem Ansatz der Vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung zu einer kontinuierlichen Verbesserung pädagogischer Qualität bei.

Kinder haben eine hohe Sensibilität im Hinblick auf die Wahrnehmung und das Verständnis von Ausgrenzung, Abwertung und Ausgrenzung anderer Menschen. Der emphatische und rücksichtsvolle Umgang miteinander ist vor diesem Hintergrund als Lernprozess zu verstehen. Wir trauen Kindern zu, dass sie diesen Prozess in einem diskriminierungssensiblen Umfeld selbstbestimmt und intrinsisch motiviert vollziehen können. Herausfordernde Situationen können diesbezüglich in den unterschiedlichsten Alltagssituationen auftreten. Auch eine durch pädagogische Fachkräfte sensibel begleitete Auseinandersetzung mit gesellschaftlich tradierten Stereotypen oder klischeebelasteten Kostümen können zu diesem Lernprozess gehören. Dies überfordert Kinder nicht, sondern macht sie stark, um für sich und andere einzustehen.

Die vielfältigen Materialien der Fachstelle Kinderwelten leisten hier einen wertvollen und unverzichtbaren Beitrag.

Das Team der Pro Inklusio – Fachschule

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